Weitergeben, was man selbst geerbt hat

Kardinal Kasper

„Von dem Verkauf des geerbten Hauses haben wir ein eigenes gebaut. Wir haben selbst keine Kinder und uns entschieden, dieses Haus dem MWI zu vererben. Uns ist es wichtig, dass wir so spirituell in gut ausgebildeten Theologen gleichsam weiterleben."

Tilde und Rolf Glaser

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Meine größte Herausforderung ist die ethno-religiöse Krise in meiner Heimatstadt. Meine Freude wird erst dann vollkommen sein, wenn wir diese religiösen Grenzen aufgehoben haben und Jos erneut als friedvolle Stadt erstrahlen kann. 

Gideon Pwakim, Nigeria

Father Gideon Pwakim | Nigeria

Gideon Pwakim wurde in den Außenbezirken von Jos, Nigeria, geboren. Durch den Beruf seines Vaters musste er oft umziehen und lernte viele verschiedene Städte kennen. Als er siebzehn Jahre alt war, kehrte die Familie nach Jos zurück, um einen festen Ort als Heimat zu haben. 

Durch den Kontakt zu einem Priester der lokalen Kirche, entwickelte Gideon bereits mit acht Jahren den Wunsch, ebenfalls Priester zu werden. Sein Vorbild war stets in eine weiße Soutane gekleidet, hatte immer ein offenes und freundliches Wort für die Kinder und gab ihnen Süßigkeiten. Mit zehn Jahren ließen seine Eltern sich scheiden - ein schreckliches Ereignis im Leben des jungen Gideon. Jedoch fand er Halt bei Gott. Durch die Erziehung seiner Mutter half ihm der Glaube an Gott, der „einen auch in den schwierigsten Zeit nicht aufgibt“. 

1996 trat Gideon Pwakim ins Priesterseminar ein. 2005 wurde er durch den Erzbischof Ignatius Kaigama zum Priester geweiht. Seit 2010 arbeitet er als persönlicher Sekretär von Erzbischof Kaigama. Dieser empfahl auch Gideon Pwakim an das Missionswissenschaftliche Institut.

Seine größte Herausforderung ist die ethno-religiöse Krise, die bereits seit zwölf Jahren für kriegerische Zustände unter den verschiedenen religiösen Gruppen in seiner Heimatstadt sorgt.

Mit seinem Studium in Missiologie an der Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen und seiner Promotion mit dem Titel „Das Fortdauern religiöser Gewalt in Nordnigeria und das Streben nach einer friedlichen und harmonischen  Koexistenz: Eine theologische Perspektive” befasst sich Father Pwakim mit der fortdauernden religiösen Gewalt in Nordnigeria. Seine Dissertation betrachtet die zugrundeliegende Dynamik hinter der wiederkehrenden religiösen Gewalt. Father Pwakim erhofft sich, Antworten, Strategien und Lösungen für die anhaltenden Konflikte in seiner Heimatstadt zu finden.       

Nach seiner Promotion wird Gideon Pwakim nach Jos zurückkehren und dort im Priesterseminar unterrichten. Erzbischof Kaigama verspricht sich von Father Gideon eine Stärkung der katholischen Stimme für Frieden und Versöhnung.

Mit Ihrer Unterstützung für das Stipendium für Gideon Pwakim helfen Sie, ein friedliches Miteinander in Nigeria wiederherzustellen. Danke! 

Zur Person

Gideon Pwakim

  • Stammt aus Jos, Nigeria.
  • Promoviert bis Ende 2014 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main.
  • Promotion zur Stärkung der katholischen Stimme für Frieden und Versöhnung.

Stipendienhöhe pro Jahr: 10.000 EUR

Ziel der Promotion ist die Entwicklung eines interreligiösen Dialogs, um dem religiösen Pluralismus offen zu begegnen und den Frieden in Jos wiederherzustellen. 

Nach seiner Promotion wird Gideon Pwakim nach Jos, Nigeria zurückkehren und im Priesterseminar unterrichten. Zudem möchte er zur Verfügung stehen, wenn es darum geht, missionarische Tätigkeiten in der Erzdiözese voranzutreiben.