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Begriffe - Asien - Curricula
Erläuterungen zu einigen Begriffen...
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  • Kontextualität
  • Interkulturalität
  • Gender
  • Kontextualität

     

    In der Geschichte der Theologie und ihrer Vermittlung, wurde und wird die europäische bzw. westliche Theologie als kulturell „neutral“ verstanden. Sie galt als die weltweit gültige Theologie, die man in andere Kulturen importierte. So wurde der Prozess der Christianisierung gleichzeitig ein Prozess der Verwestlichung. Die Theologien Asiens, Afrikas, Ozeaniens und Lateinamerikas wurden als bloßes Echo westlicher akademischer Theologie verstanden. Das Nachdenken über Kulturalität und Kontextualität von Glauben und Theologie führte allerdings in den letzten Jahrzehnten zu dem Bewusstsein, dass es nahezu unmöglich ist, bestimmte Konzepte auf andere Kulturen zu übertragen. Die Erkenntnis, dass die Theologien so zahlreich wie die verschiedenen Kulturen sein sollten, förderte die Kritik am Eurozentrismus in der Theologie. Heute charakterisiert das Wissen um die Bedeutsamkeit von Kontextualität eine neue Dimension in der Art und Weise Theologie zu treiben.    So wird von vielen TheologInnen akzeptiert, dass jede Theologie Elemente der historischen, kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen trägt, in denen sie entstanden ist. Aber diese Bedingtheit wird nicht als Schwäche verstanden. Es wird vielmehr dazu aufgefordert, diese Elemente nicht unbewusst zu transportieren, sondern sie im Gegenteil bewusst in die Theologie miteinzubeziehen. Nur so können Theologien für den Kontext, aus dem heraus sie entwickelt wurden, relevant sein und auf seine Probleme reagieren. Während der letzten Jahrzehnte haben kontextuelle Theologien ihr eigenes Profil entwickelt, das eine Herausforderung für die klassische Theologie ist. 

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    Interkulturalität

     

    Heisst die eine Seite Kontextualität, so heisst die andere Interkulturalität. Auch wenn jede christliche Theologie von dem Kontext beeinflusst ist, in dem sie entstand, so ist sie doch auch Ausdruck einer Glaubensgemeinschaft, die weltweit verbreitet ist. Kontextualität bedeutet nicht, von dieser Gesamtheit der Gläubigen getrennt, sondern ein integraler Bestandteil derselben zu sein. Die Vielheit in der Einheit kann aber nur gelingen, wenn es einen Dialog zwischen Menschen, zwischen TheologInnen verschiedener Kulturen und Kontexte gibt. Ein solcher interkultureller Dialog hilft, Einseitigkeit, Isolation und Missverständnisse zu vermeiden. Auch das Bewusstsein um den notwendigen Dialog zwischen verschiedenen Kulturen, d.h. das Bewusstsein notwendiger Interkulturalität hat zu neuen Theologien, zumeist im Süden, geführt; jede mit ihrer eigenen kulturellen Färbung.

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    Gender

     

    Christen, das sind beide, Männer und Frauen. Aber die Stimmen der Frauen fanden in der Theologie kaum Gehör oder Beachtung. Frauen wurden nicht gleichwertig mit Männern behandelt. Sie waren von Ämtern und Rollen ausgeschlossen, nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in den christlichen Kirchen. In vielen Kirchen können Frauen keine Führungspositionen oder Ämter einnehmen. Das patriarchalisch-hierarchische System dieser Kirchen fördert Ungleichheit und Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Aber in den letzten Jahrzehnten sind die Stimmen derer, die über lange Zeit ungehört blieben oder zum Schweigen gebracht wurden, lauter geworden. Ein neues Selbstbewusstsein und Selbstverständnis ruft nach Gleichwertigkeit und Gerechtigkeit. Beides beginnt mit und in der Ausbildung zukünftiger TheologInnen. Deshalb ist es wichtig, dass die Auseinandersetzung mit der Genderproblematik in den Lehrplänen der Theologie verankert ist.

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