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Forschungsprojekte
Studienprozesse und Forschungsprojekte, die sich mit der geschichtlichen und theologischen Aufarbeitung des Beitrags von Frauen zur Theorie und Praxis der Mission beschäftigen
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  • IAMS - Studiengruppe "Women in Mission"
  • Geschlechterdifferenz und Hermeneutik des Fremden
  • ÖRK-Studienprozess "Women in Mission"
  • IAMS - Studiengruppe "Women in Mission"


    DieInternational Association for Mission Studies  (IAMS) unterhält seit einigen Jahren eine eigene Studiengruppe Women in Mission. Die Spannbreite der bearbeiteten Themen reicht von der Frage, ob es ein spezifisches Mandat der Frauen gibt, das Licht des Glaubens in alle Situationen des Lebens zu bringen (Bernadette Mbuy-Beya) bis zu ersten Versuchen einer theologischen Annäherung an ein feministisches Missionsparadigma.

    Das IAMS-Projekt lebt von der Spannung, die es aus der ökumenischen Vielfalt der Mitglieder der Studiengruppe bezieht. Über den wissenschaftlichen Austausch hinaus fordert diese Vielfalt dazu heraus, als Frauen mit ganz verschiedenen Weltsichten eine gemeinsame missionarische Tagesordnung und ein gemeinsames Engagement zu entwickeln.

    In Vorbereitung auf die nächste Internationale Konferenz der IAMS im Juli 2004 in Malaysia wird derzeit ein Dialog- und Studienprojekt über Postkolonialismus und missionarische Praxis von Frauen erarbeitet. Frauen aus unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten sind eingeladen, ihre Erfahrungen, Geschichten und Reflexionen einzubringen.

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    Geschlechterdifferenz und Hermeneutik des Fremden


    So der Titel eines Forschungsprojekts, das im Wintersemester 2001/2002 unter der Leitung von Frau Prof. Christine Lienemann-Perrin an der Theologischen Fakultät in Basel stattfand. Im Rahmen dieses Projektes trafen sich Anfang 2002 TheologInnen, PhilosophInnen und HistorikerInnen zu einem internationalen Symposium, um über die Verflechtungen von Gender, Fremdheit und Mission nachzudenken.

    Die Leitfrage lautete: Wie lassen sich Fremdhermeneutik und Geschlechterdifferenz zusammenführen? Gibt eine auf das interkulturelle Verstehen angelegte Missionswissenschaft   Impulse für ein Verständnis der Beziehung zwischen den Geschlechtern als interkultureller Begegnung?

    Dank der interdisziplinären Besetzung und der unterschiedlichen Forschungsperspektiven der TeilnehmerInnen gelang es im Verlauf des Symposiums immer wieder, Querverbindungen zwischen Missionswissenschaft, feministischer Theologie, Gender-Studies und Geschichtswissenschaft aufzuzeigen und fachspezifische Impulse für die jeweils anderen Disziplinen fruchtbar zu machen.

    Das Symposium zeigt: WissenschaftlerInnen, die an der historischen Aufarbeitung von Frauenerfahrungen und perspektiven in der Missionspraxis arbeiten, können von den systematisch-theologischen Reflexionen zu Mission, Fremdverstehen und postkolonialer Kritik profitieren und umgekehrt. 

    Die Beiträge des Symposiums sind dokumentiert in:

    Heike Walz / Christine Lienemann-Perrin / Doris Strahm (Hrsg.): Als hätten sie uns neu erfunden. Beobachtungen zu Fremdheit und Geschlecht, Luzern 2003.

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    ÖRK-Studienprozess "Women in Mission"


    Die Ökumenischen Dekade Kirche in Solidarität mit den Frauen (1988-1989) hat das Bewusstsein für die Bedeutung von Frauenerfahrungen und Frauenperspektiven für die Geschichte und Gegenwart von Mission und Ökumene geschärft. Diese Erfahrungen aufzuarbeiten und in das kollektive Gedächtnis der ökumenischen Bewegung hineinzuholen, ist ein Anliegen des Studienprozesses Women in Mission. Dabei haben die Organisatorinnen auch die für 2005 geplante Weltmissionskonferenz im Blick, in die die Arbeitsergebnisse des Projekts einfliesen sollen. 

    "Women in Mission" ist Teil eines größeren Prozesses "Being Church. Women's Voices and Visions", in dem Theologinnen weltweit die ekklesiologischen Implikationen der Dekade bearbeiten.

    Für Aruna Gnanadason, Koordinatorin der Abteilung Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung des ÖRK und Mitorganisatorin des Projekts, steht die Auseinandersetzung mit der Missionsgeschichte im Dienst an der Suche nach einem neuen Missionsverständnis. Die Frage ist: Wie kann es gelingen, geschichtlich gewachsene und kontextbedingte Unterschiede zu respektieren und andererseits gemeinsam auf Herausforderungen der Gegenwart wie den religiösen Fundamentalismus und den Reichtum der religiösen Traditionen zu antworten?

    Nach einem ersten Planungstreffen Anfang 2002 fand im Juni 2003 ein Seminar im Ökumenischen Institut Bossey statt, bei dem die gemeinsame Suche und der Dialog über die missionarische Praxis von Frauen und ihre missionstheologische Reflexion weitergeführt wurde. 50 Frauen aus 23 Ländern kamen zusammen, um sich mit dem Beitrag von Frauen zur Praxis und Theologie der Mission auseinander zu setzen. Vertreten waren Praktikerinnen und Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Kirchen, kulturellen Kontexten und Arbeitsfeldern. Dank des breiten Spektrums der Gruppe entwickelte sich ein intensiver ökumenischer Prozess, der nicht ohne Spannungen ablief und gerade deshalb vielfältige Lernerfahrungen ermöglichte.  

    Listeners' group report(32,5 KB) 

    Die Vorträge werden Anfang 2004 in einer Ausgabe der International Review of Mission veröffentlicht. Eine umfassende Bibliographie zum Thema "Frauen und Mission" finden Sie hier:    

     Bibliography on Women and Mission (544 KB) 

     

     

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