Die Vision unterdrückter Minderheiten von einer gerechteren Welt
Visionen sind kein unwirkliches Produkt unserer orstellungskraft und kein Hirngespinst, dem wir vergeblich nachjagen. Vielmehr sind sie Zukunftsprojektionen von einer anderen Ordnung der Dinge, von anderen Werten und von einer neuen Gestalt der Welt und der Gesellschaft. Die am Rand der indischenGesellschaft Stehenden, die Frauen, Minderheiten, Dalits und Stammesvölker setzen ihre Vision gegen unersättliche Habgier und kalten Individualismus, gegen eine Machtkonzentration, die Demokratie und Partizipation nicht anerkennt, gegen eine Gesellschaftsordnung, die Verschiedenartigkeit und Minderheiten leugnet, gegen eine patriarchale Kultur, die Gendergerechtigkeit ignoriert, gegen einen Nationalismus, der mit den Armen nichts zu tun haben will, gegen ein religiöses System, das Ungleichheiten legitimiert. Felix Wilfred macht sich zum Sprachrohr der Marginalisierten, um die Vision der Unterdrückten in Indien wie auch anderswo zu stärken. Der Autor: Felix Wilfred, Professor für Dogmatik am St. Paul's Regional Seminary in Tiruchirapalli/Indien, langjäriger Vorsitzender der indischen Theologenvereinigung, Mitglied der Beraterkommission der Asiatischen Bischofskonferenz und der internationalen Theologenkommission. Felix Wilfred, Theologie vom Rand der Gesellschaft. Eine indische Vision, Freiburg i. Br., Verlag Herder 2006 (Theologie der Dritten Welt 35), 335 S., ISBN 3-451-29162-2, € 19,90. zur Bestellung Leseprobe |