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Plurale Wirklichkeit "Gemeinde"
Hintergründe und Ziele des MWI-Forschungsprojektes

      

 In Zusammenarbeit mit Prof. Reinhard Feiter, Universität Münster, und Prof. Norbert Mette, Universität Dortmund, hat das MWI (Dr. Marco Moerschbacher und Dr. Hadwig Müller) ein Forschungsprojekt auf den Weg gebracht: Plurale Wirklichkeit Gemeinde. 

 


"Die äußeren Bedingungen dessen, was früher Pfarrei und Gemeinde war, haben sich grundlegend geändert. Im Zusammenhang der Umstrukturierungsmaßnahmen unserer Pfarreien wird nach neuen Wegen der Gemeindeentwicklung gesucht", so heißt es in einem Einladungsschreiben der Forschungsgruppe. Es mangelt nicht an Konzepten, Ansätzen und Modellen. Allen ist gemein, von der versorgten Gemeinde weg hin zu einer Gemeinde zu finden, die selbst aktiv wird und in der alle Getauften Verantwortung übernehmen. Die Studie geht davon aus, dass Gemeinden dies in vielfältiger Weise bereits tun. Auf der Grundlage dieser Annahme geht es darum, die eigenen Suchbewegungen von Gemeinden aufzuspüren, zu erforschen und mitzuteilen. Es geht auch um die Aktualität der Frage nach "Gemeinde". Hat "Gemeinde" unter den Sozialgestalten des Glaubens eine herausragende Stellung? Was meinen wir mit "Gemeinde"? Wenn wir sie nicht mit Pfarrei gleichsetzen, was kennzeichnet dann den Unterschied? Wann kann man überhaupt von "Gemeinde" sprechen und wann nicht?

Es geht darum, Gemeinde-Realitäten als Basis für pastorales Handeln zu erheben. Ein erster Schritt ist eine empirische Erforschung der konkreten pastoralen Wirklichkeiten unter der Fragestellung, wie sich eine konkrete Gemeinde innerhalb sich verändernder organisatorischer und rechtlicher Strukturen selbst neu organisiert. Hierzu werden mit qualitativen Methoden verschiedene Gemeindewirklichkeiten erhoben. Ein nächster Schritt ist die Erschließung neuer Daten für pastorales Handeln - unter Einbeziehung der Wege anderer Ortskirchen.

Die Erforschung der pluralen Wirklichkeit "Gemeinde" kann neue Akzente setzen im theologischen Verständnis von "Gemeinde", und es können sich neue Elemente ergeben für die Beantwortung von Fragen nach der Verhältnisbestimmung von Pfarrei und Gemeinde, der Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen sowie der Wahrnehmung und des Verständnisses von Leitung.

Die Studie ist auf zwei Jahre angelegt. Über die Ergebnisse werden wir auf unserer Website informieren. 
 
 

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