Die Christen
bilden in Palästina und Israel nur eine kleine Minderheit unter
Juden und Muslimen. Dennoch suchen sie ihren Platz in dieser von
Konflikten geprägten Region. "Gerechtigkeit" ist der
Schlüsselbegriff ihrer Theologie wie auch die zentrale Forderung
für ein künftiges friedliches Zusammenleben der beiden Völker:
Palästinenser und Israelis, und der drei Religionen: Judentum,
Christentum, Islam. Die
Analysen und
Aussagen der palästinensischen christlichen Theologen bieten eine
von der europäischen abweichende Sichtweise der Konflikte des Nahen
Ostens. Der Kontext, in dem die palästinensischen Kirchen ihre
Identität suchen und die Zukunft gestalten, ist die islamisch
geprägte arabische Kultur. Die
Autoren der Beiträge stammen aus verschiedenen Kirchen und sind als
Palästinenser alle Mitglieder des Al-Liqa´-Zentrums
in Jerusalem. Diese Institution fördert durch einen Neuansatz im
christlich-islamischen Dialog das Zusammenleben von christlichen
und muslimischen Palästinensern und will durch eine kontextuelle
Theologie eine größere ökumenische Einheit aller Kirchen im
Heiligen Land herbeiführen.
Herausgeber:
Dr. habil. Harald Suermann, nach Studien der Theologie und
Orientalistik in Bonn und Paris Privatdozent für christliche
Orientalistik an der Universität Bonn; derzeit Projektreferent
Naher Osten und Westafrika beim Internationalen Missionswerk
missio, Aachen. Harald
Suermann (Hrsg.), Zwischen Halbmond und Davidstern. Christliche
Theologie in Palästina heute, Freiburg i. Br.:
Verlag Herder 2001, (Theologie der Dritten Welt; 28), 263
S., ISBN 3-451-27627-5. zur
Bestellung Leseprobe (99 KB)
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