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Raúl Fornet-Betancourt erhält Karl-Otto Apel-Preis
Der "Internationale Preis für Philosophie Karl-Otto Apel" geht dieses Jahr an Professor Raúl Fornet-Betancourt, Referent für Lateinamerika am Missionswissenschaftlichen Institut Missio.

 

Das Centro Filosofico Internazionale Karl-Otto Apel hat Professor Fornet-Betancourt den diesjährigen Premio Internazionale per la Filosofia Karl-Otto Apel verliehen.

 

Der Preis ist eine Anerkennung der internationalen und wissenschaftlichen Arbeit von Professor Fornet-Betancourt im Bereich der interkulturellen Philosophie und des Dialogprogramms Nord-Süd, das er seit dem Jahr 1989 leitet und koordiniert.

 

Das Centro Filosofico Internazionale Karl-Otto Apel wurde auf Initiative von Professor Michelle Borrelli gegründet. Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Einrichtung liegt in der Transzendentalphilosophie von Karl-Otto Apel. Hierzu  werden nationale und internationale Seminare und Konferenzen, Studientage und Debatten organisiert und durchgeführt. Karl-Otto Apel selbst ist Ehrenpräsident des Zentrums.

Erster Preisträger im Jahr 2007 war der italienische Philosoph und Autor Gianni Vattimo.

 

"Der Preis - so Prof. Borrelli - ist unter anderem, der einzige Preis für Philosophie in Italien, der weltweit renommierten Philosophen verliehen wird".  "Ein besonderer Aspekt des Preises - betont Borrelli - liegt in der zentralen Bedeutung von Programmen und Philosophiemodellen, die sich den dringensten ethischen und politischen Problemen unserer Gesellschaft gegenüberstellen".

 

"Der Preis - so Borrelli weiter - wird Raúl Fornet-Betancourt verliehen, weil er eine ursprüngliche philosophische Perspektive als Modell der interkulturellen Philosophie aufgebaut hat, die sich durch ermutigende ethisch-politische Überlegungen über den Nord-Süd-Konflikt in der Welt auszeichnet. Raúl Fornet-Betancourt hat diese Philosophie als alternativen Vorschlag zur Weltglobalisierung aufgestellt. Der Universalismus deutet darauf hin, dass die Globalisierung mit ihrer Homogenisierung und die daraus resultierende Verringerung aller unterschiedlichen, divergierenden oder alternativen Denkformen, das Überleben der Menschheit in seiner Vielfalt und kulturellem Kontext bedroht. Der Universalismus, den die interkullturelle Philosophie von Raúl Fornet-Betancourt, im Gegenteil, favorisiert, stützt sich auf mehrere Kontexte und Kulturen. Für Fornet-Betancourt verhindert die Kontextualität keineswegs den Universalismus, wenn dieser Solidarität mit den verschiedenen miteinander verbundenen Kontextualitäten zeigt. Dabei dezentralisiert Raúl Fornet-Betancourt die Philosophie und löst zwei traditionelle metaphysische Paradigmen auf, die die Interkulturalität und die Kontextualität nicht erst nehmen: Die Kontextualität ist Voraussetzung für die Interkulturalität, die wiederum über ein kritisches Potenzial verfügt, die Kontextualität nicht als ein endgültiges Faktum zu verstehen, sondern als eine zu hinterfragende Realität. Mit anderen Worten: Trotz der Kontextualität können die Kulturen nicht nur kommunizieren, sondern offen sein für den interkulturellen Dialog". 

 

Die Verleihung fand am 20. September 2008, um 18 Uhr im Konferenzraum des Grand Hotel delle Terme Luigiane im italienischen Acquappesa statt.  

 

                                                                                              

Weitere Informationen und Bilder der Preisverleihung finden Sie unter:

www.centrofilosofico-karl-otto-apel.net 

 

www.topologik.net     

 

 

 

                                                                                              

                                                                                                                                                                                                                            

              

 

 

 

 

Prof. Fornet-Betancourt bekommt von Prof. Michelli Borrelli den Internationalen Preis für Philosophie Karl-Otto Apel verliehen.

          

 Lectio magistralis "Thesen für eine in unserer historischen Gegenwart gegenwärtige Philosophie"

        
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