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Schwerpunkte der Arbeit und Forschungsprojekte
2005

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Referats wurde durch Beiträge zu Publi­kationen des MWI und zu Projekten der Zusammenarbeit von MWI und missio bestimmt:   

Das bei dem internationalen Symposium in Brasilien (2003) begonnene Gespräch über die belebende Kraft der Verbindung verschiedener religiö­ser Traditionen bildete den Hintergrund für die redaktionelle Betreuung des Heftes 2/2004 mit dem Fokus "Synkretistisch glauben?" in der Zeit­schrift des MWI chakana – Interkulturelles Forum für Theologie und Philosophie.   

Im Rahmen seiner missionstheologischen Arbeit trug das Referat gemein­sam mit Dr. Richard Brosse und den Verantwortlichen für die OPM in Frankreich und Deutschland zur Gestaltung der mit dem Treffen der Na­tionaldirektoren der OPM in Lyon (06.-09.05.05) verbundenen Studienta­gung zur Aktualität der Intuitionen der Gründerin Pauline Jaricot für den missionarischen Auftrag der Kirchen heute bei.   

Innerhalb seiner pastoraltheologischen und ekklesiologischen Studien ar­beitete das Referat mit Dr. Marco Moerschbacher und dem Institut Lumen Vitae zusammen, um das von missio angeregte Forschungsprojekt "Ge­meinden und Dienstämter" vorzubereiten und in Form einer internationalen Konsultation durchzuführen, die vom 30.05.-03.06.05 in Torhout, Belgien, stattfand. 35 Bischöfe, Theologinnen und Theologen aus vier Kon­tinenten tauschten sich über ihre je verschiedenen kirchlichen Rea­litäten aus und vertieften die Debatte zu Vorschlägen wie dem der "Leu­tepries­ter", der den Ausgangspunkt für das Projekt gebildet hatte. Vor­läufiges Ergebnis war die Konzentration auf die Frage nach einer Ge­meindebildung, die im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext ermöglicht, dass die Kirche vor Ort als Sakrament des Heils wahrgenommen werden kann.   

Ein anderer Schwerpunkt der Arbeit des Referats war durch die Anregung und Begleitung verschiedener Diözesen in Österreich und Deutschland gegeben, die auf der Suche nach einer Erneuerung ihrer Pastoral die Frage nach konkreten Alternativen in der Gemeindepraxis mit der Frage nach den geistlichen Bedingungen für eine wirkliche Neugestaltung kirchlichen Lebens verbinden. Interkulturelle Kommunikation als Sen­dung der Weltkirche, Wertschätzung weltkirchlicher Pluralität, Verhält­nis zwischen Mission und interreligiösem Dialog waren Themen, zu de­nen Hochschulen und Akademien Beiträge erbaten.   

Diese Anfragen und entsprechende Publikationen bleiben ein Schwer­punkt des Referats. Einen weiteren Schwerpunkt wird ein Projekt bilden, mit dem das Referat an die Konsultation in Torhout anknüpft und die Zu­sammenarbeit mit Dr. Marco Moerschbacher fortsetzt, um in Kooperation mit den theologischen Fakultäten in Münster und Dortmund die plurale Wirklichkeit "Gemeinde" zu erforschen.   

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