 Das Benefizkonzert der Stiftung für interkulturellen Dialog und Religion, AGORA, die Dialoginitiativen des Missionswissenschaftlichen Instituts im Libanon unterstützt, stand unter dem gehaltvollen Titel Orient-Okzident und war mit mehr als 500 Gästen ein großer Erfolg. In Anwesenheit des Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff, des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick und von Weihbischof Johannes Bündgens machte Kardinal Kasper, der Schirmherr der Stiftung AGORA, eindringlich auf die bedrückende Situation im Libanon aufmerksam: "Der Frieden braucht das Gespräch, den Abbau von Angst und die Überwindung von Vorurteilen. Das MWI möchte einen Beitrag leisten, damit Dialog entsteht und Religionen miteinander leben. So kann das MWI Brückenbauer sein - ebenso wie die Musik, mit der Menschen über Sprachbarrieren hinweg Freundschaften entwickeln können".
Neben seinem Grußwort an die Zuhörer dieses Benefizkonzerts hielt Kardinal Kasper am Abend des 4. Juni einen vielbeachteten Festvortrag in der RWTH Aachen zum Thema "Neuvangelisierung Europas". Der Libanon gilt als Laboratorium des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. Mit dem Erlös des Konzerts wird das MWI das Studium der Libanesin Rouala Talhouk finanzieren. Frau Talhouk ist Studentin an der Universität Saint Joseph und promoviert über das Zusammenleben schiitscher und maronitisch-katholischer Gemeinschaften im Libanon. Das Doktorat ist auf drei Jahre angelegt und beginnt im September dieses Jahres.  Der bekannte Aachener Kammerchor wusste mit einem gut ausgewählten Repertoire sein Publikum zu begeistern. Den Höhepunkt des Konzerts mit Werken von Johann Sebastian Bach, Salomone Rossi, Michael Tippett und Arvo Pärt bildete die Misa Criolla von Ariel Ramírez - eine folkloristische Messe aus Lateinamerika, die international große Bekanntheit und Beliebtheit erlangt hat.
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