Zu den
wichtigsten Entwicklungen gehört derzeit die von Theologinnen in
unterschiedlichen Kontexten aufgenommene Arbeit an einer Theologie
des Alltags, für die wesentliche Impulse von lateinamerikanischen
und US-amerikanischen Latina-Theologinnen
ausgingen.
Gegen die
Marginalisierung des Privaten (der Frauen zugewiesenen häuslichen
Sphäre) und die Bevorzugung des Öffentlichen (des Männern
zugewiesenen Raums des Politischen) in der sozialen Analyse und
politischen Praxis haben feministische Theoretikerinnen seit langem
den privaten Raum und damit das alltägliche Leben als Ort des
Politischen identifiziert. Die
Wiederentdeckung der theologischen Bedeutung des Alltäglichen als
einem Ort, an dem nicht nur die Auswirkungen des sozialen und
politischen Systems in ihrer ganzen Konsequenz spürbar sind,
sondern auch die Gegenwart Gottes erfahren werden kann, ist ein
hervorragender Ort für das interkulturelle Gespräch unter
Theologinnen.
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