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Kunst als Ort des interkulturellen Dialogs in Indien
Projektnummer Projektsumme
E 317.000-02/021 15 000 € und 10 000 €
Projektbeschreibung

In einer Zeit, als Europa noch brachlag, hatte sich in Indien bereits eine Hochkultur mit einer Vielfalt an Religions- und Kunstformen entwickelt.

Aus diesem kulturellen Reichtum seines Landes möchte  Fr. Poovathingal, Priester einer indischen Kongregation, schöpfen und sich besonders der Musik widmen. Er hat sich schon einige Jahre mit der Karnatic Music, die als die klassische Musik Süd-Indiens gilt, beschäftigt. In Sinne einer Inkulturation der Liturgie und eines Dialogs mit Nicht-Christen jenseits der theologischen Sprache hat er bereits eigene Stücke komponiert und Konzerte gegeben. Seiner Meinung nach ist es höchste Zeit, dass sich die indische Kirche zu ihren lokalen Wurzeln bekennt und von der importierten musikalischen Welt der Missionare befreit.

Fr. Poovathingal versteht die Karnatic Music als ein kulturelles Erbe, das nicht nur dem Hinduismus gehört, sondern auch ein Potential für verschiedene religiöse Ausdrucksformen ist, die es weiter zu entwickeln gilt. Da es sich aber um ein bereits hochkomplexes musikalisches System handelt, soll er zunächst in Musikwissenschaft an der University of Madras promovieren. Neben dem theoretischen Studium sind auch etliche praktische Übungen vorgesehen, die den Kauf von Instrumenten voraussetzen.

Nach seinem Studium möchte er einen Ashram gründen, der ausschließlich der Musik als Weg des interreligiösen und interkulturellen Dialogs gewidmet sein wird.Das Studium ist auf fünf Jahre angelegt: wir möchten es in Höhe von 15 000 ¬ unterstützen.

Auch P. Saju möchte ungewöhnliche Wege gehen. Der Jesuit aus Calcutta hat sich schon früh für die Musik interessiert, allerdings nicht spielerisch, sondern tänzerisch! Schon als Kind hat ihn die Leidenschaft seiner Familie für darstellende Künste geprägt. Später wurde er unter der Leitung von zwei Gurus in die speziellen Tänze Bharatnatyam und Kuchipudi eingeführt. Auf diese Weise will er eine Botschaft der Harmonie und des Friedens übermitteln und zur Verbreitung des indischen kulturellen Erbes beitragen. Seine ersten Choreographien haben ihm bereits zu einem nationalen Ruf verholfen.

Neben dem üblichen philosophischen und theologischen Studium hat er auch  einen ersten Abschluss in Kunstwissenschaft erworben.  Seine Kompetenz soll er durch ein weiterführendes Studium ausbauen. Auf dem Gebiet der indischen Tanz-Dramaturgie wird er sich an der University of Madras promovieren lassen. Die dafür benötigten vier Jahre möchten wir in Höhe von 10 000 ¬ unterstützen