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09.09.2003 - Chakana 1-2003-2
Das neue Heft unserer Zeitschrift ist erschienen...


chakana 
setzt sich zum Ziel, theologische und philosophische Brücken zwi­schen den unterschiedlichen geographischen, kulturellen und religiösen Kon­texten zu schlagen. Das zweite Heft greift den Focus der Erst­ausgabe noch­mals auf: die Span­nung zwischen Kontextualisierung und Kommuni­kation. Man könnte es um ein geflügeltes Wort von Immanuel Kant abzu­wandeln auch so sagen: "Eine Theologie oder Philoso­phie, die nicht-kon­textuell ist, ist leer; eine Theologie oder Philosophie, die in ihrer Kontextua­lität verharrt, ist blind".
 

Unsere heutige Zeit ist bestimmt von einer Globalisierungsbewegung, die die Kontexte verwischt und die Kommunikation durch den Markt regu­lieren lässt. Wir sind aber der Meinung, dass das Ernstnehmen des eigenen und das Respek­tieren des fremden Kontextes unabdingbare Voraussetzun­gen für den Dialog und die Kommunikation unter den Völkern und damit für wirkliche "Universalität" sind. Theologie und Philosophie bewegen sich als kulturelle Leistungen des Men­schen ebenfalls in diesem Spannungsfeld. 

 

Die Beiträge unseres Schwerpunkt­themas (Focus) greifen nochmals wich­tige Beiträge auf, die anlässlich des vom Missionswissenschaftlichen Institut Missio (MWI) und der Universidad Inter­continental vom 15.-20.03.2002 in Me­xiko abgehalte­nen Kongresses vorgetragen wurden. Vier unterschiedli­che konti­nentale Kontexte werden dargestellt und miteinander in Austausch und Verbindung gebracht: Eugene Elochukwu Uzukwu, Nigeria, untersucht am Beispiel von Bibel­ar­beit und Liturgie die Frage nach der Kontextualisie­rung afrikanischer Theologie; María del Socorro Vivas Albán, Kolumbien, setzt sich mit der Be­sonder­heit latein­amerikanischer feminis­tischer Theolo­gien auseinander; Mikaele Paunga, Fidschi, behandelt die Heraus­forderung der Kontextualisie­rung für die Theolo­gien des pazifischen Raumes; Johan­nes Baptista Banawi­ratma, Indonesien, skiz­ziert den spezifisch asiati­schen Versuch kontextu­eller Kirchen und Theologien.

Ich hoffe, dass chakana Ihnen den Reichtum und die Vielfalt theologi­schen und philosophischen Denkens zu eröffnen vermag und Sie dazu be­wegt, inter­kultu­relle Brücken mutig und engagiert zu betreten.

Josef Estermann

Weitere Informationen:
  
Chakana 1 (2003) 2
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